Bausparen, Bausparvertrag

Das Bausparen mit einem Bausparvertrag, ist die wohl attraktivste Möglichkeit zur Immobilienfinanzierung, da hierbei zuerst Eigenkapital angespart (Bausparen) und der Restbetrag später durch ein vergleichsweise günstiges Darlehn abwickelt wird.
Das Besondere hierbei: Bereits bei Vertragsabschluss wird ein fester Zinssatz vereinbart, sodass der Kunde mit den definitiven Endkosten rechnen kann.



In Deutschland gibt es zahlreiche Bausparkassen wie die Schwäbisch Hall, die Wüstenrot und die LBS, die sich mit immer günstigeren Angeboten gegenseitig Konkurrenz machen. Grundsätzlich besteht der Prozess des Bausparens aus zwei großen Sektionen, dem Aufbau des Startkapitals sowie der Restfinanzierung durch ein Darlehen. Hierbei gilt zu beachten, dass je nach Unternehmen ein gewisser Mindestbetrag angespart werden muss, bevor das Bauspardarlehen in Anspruch genommen werden kann. Je nach Bausparkasse unterscheidet sich der Anteil des gesparten Betrages, meist muss dieser allerdings mindestens 40 % betragen. Die genauen Bedingungen werden im Bausparvertrag festgelegt.


Und so funktioniert’s:

1. Der Kunde schließt mit einer Bausparkasse seiner Wahl einen Bausparvertrag ab. Hierbei sollten auf eine hohe Verzinsung, günstige Darlehenskonditionen sowie eine „angemessene“ Mindestsparzeit geachtete werden. Diese legt fest, nach wie vielen Monaten eine Zuteilung, also die Inanspruchnahme des Bauspardarlehns, frühestens möglich ist.

2. Nun geht es an den Aufbau des Kapitals, was sowohl durch regelmäßige Zahlungen als auch die Sonderzahlen möglich ist. Außerdem „vermehrt“ sich das Guthaben durch Guthabenszinsen sowie die staatliche Prämien „Arbeitnehmersparzulage“ und „Wohnungsbauprämie“. So lässt sich eine insgesamt beachtliche Rendite erzielen.

3. Nachdem die Bedingungen zur Zuteilung des Darlehens erfüllt wurden, also genügend Kapital angespart wurde, erhält der Kunde die Differenz zum vereinbarten Vertrag mittels eines Bauspardarlehns zur Baufinanzierung. Dieses ist mit einem bei Vertragsabschluss festgelegtem Zinssatz ausgestattet, Zinsschwankungen werden also von Anfang an ausgeschlossen.

4. Nun kann die Immobilie erworben werden. Außerdem muss der Darlehen abbezahlt werden. Dies ist meist bereits nach rund zehn Jahren abgeschlossen. Natürlich kann diese Zeit durch Sonderzahlungen weiter verkürzt werden.


Fazit: Bausparen in einen Bausparvertrag ist für nahezu Jeden geeignet, auch für Personen, die das angesparte Guthaben für eine andere Investition verwenden möchten. Vor allem durch die kalkulierbaren Kosten, die aufgrund des festgelegten Zinssatzes bereits bei Vertragsabschluss fest stehen sowie durch die staatlichen Zulangen ist ein Bausparvertrag das Instrument zur Immobilienfinanzierung.

In Kürze werden wir in einem gesondertem Artikel noch auf den Riester Bausparvertrag eingehen.