Darlehensarten beim Hauskauf

Wer sich für einen Hauskauf oder den Bau eines Eigenheimes entscheidet, der steht zunächst vor der Frage der richtigen Finanzierung. Welche der verschiedenen Darlehensarten soll gewählt werden? Zur Auswahl stehen das normale Hypothekendarlehen, ein Bauspardarlehen, öffentliche Darlehen oder Darlehen in Zusammenhang mit einer Kapitallebensversicherung. Und selbst bei den Hypothekendarlehen gibt es wiederum Unterschiede, die sich nicht zuletzt alle in der Höhe des Zinssatzes und damit auch in der Höhe der zu leistenden Zinszahlungen niederschlagen.

Das klassische Hypothekendarlehen wird in der Regel bei der Hausbank beantragt. Die Bank prüft dafür zunächst den Wert des Objektes und die Bonität des Kunden. Anhand des Wertes des Objektes wird ein maximaler Beleihungswert festgelegt. Ist das Objekt zum Beispiel 500.000 Euro wert, so wird die Bank den Beleihungswert in den meisten Fällen mit zwei Dritteln also etwa 350.000 Euro festlegen. Es können dann Darlehen in dieser Höhe beantragt werden. Das ist aber auch nur dann der Fall, wenn die Bonität des Kunden eine sichere Rückzahlung der monatlichen Raten erlaubt. Das muss der Kunde anhand seiner regelmäßigen Gehaltszahlungen nachweisen. Zudem muss er glaubhaft versichern und belegen, wo das eine Drittel des Eigenkapitals herkommt. Dies kann über Bankguthaben, Sparverträge und Aktien erfolgen, aber auch über Schenkungserklärungen bei vorweggenommenen Erbfällen. Bei der Auswahl der Kreditinstitute für die Hypothekendarlehen sollte der Kunde nicht ausschließlich auf den Zinssatz achten. Zu betrachten ist nämlich auch die Frage, ob das Kreditinstitut die komplette Beleihungssumme der Zwangsvollstreckung unterwirft. Zu unterscheiden sind auch Darlehen mit variablen und festen Zinssätzen. Natürlich spielt auch die Frage der Länge der Zinsbindung eine Rolle.



Gern genutzt werden Bauspardarlehen. Im Unterschied zu den Hypothekendarlehen muss der Darlehensnehmer hier zunächst über mehrere Jahre, in der Regel drei bis fünf, eine vorher festgelegte Mindestsumme ansparen. In der Ansparphase wird hierfür auch ein, wenn auch geringer, Zins gezahlt. Zusätzlich kann der Sparer auf die staatliche Förderung durch die Wohnungsbauprämie zurückgreifen. Erst wenn die vorgeschriebene Bewertungszahl erreicht ist, kann das Darlehen beantragt werden. Während beim Bauspardarlehen im Vergleich zum Hypothekendarlehen der Zinssatz niedriger ist, fallen die monatlichen Raten für Zins- und Tilgung höher aus. Das Bauspardarlehen wird nämlich über einen Zeitraum von etwa neun Jahren zurückgezahlt. Beim Hypothekendarlehen mit einprozentiger Tilgung sind etwa 30 Jahre zu veranschlagen. Ähnlich wie Bauspardarlehen funktionieren auch Finanzierungen über Kapitallebensversicherung. Jedoch wird hier in der Regel kurzfristiger das Darlehen ausgezahlt. Paralle zu den Zins- und Tilgungsleistungen muss aber eine Lebensversicherung angespart werden. Bei öffentlichen Darlehen sollte man beachten, dass hier häufig in den ersten Monaten keine Tilgung geleistet werden kann.